15.09.2007

 

Auf dem Hof von Matthias durfte ich noch sehr viele tolle Erlebnisse haben. Ich konnte mit dem betriebseigenen 40tönner mitfahren, bei der Geburt eines Kalbes dabei sein, Raclette essen, und mit einem Mähdrescher mitfahren der 9 Meter breit dreschen kann.

 

In Hamburg besuchte ich… ,nein, nicht die Reeperbahn sondern das Miniaturwunderland. Wie bereits vor zwei Jahren kam ich auch dieses Mal nicht mehr aus dem Staunen raus. Das Wunderland ist eine Modelleisenbahnanlage auf rund 1000m2 mit verschiedenen Gebieten dieser Erde. Im November werden die Schweizer Alpen eröffnet. Es fahren nicht nur duzende Züge herum, sondern auch hunderte von Autos und Lastwagen.

 

Wunderlang
Im Wunderland Hamburg
  

Was ich in England nicht gesehen habe präsentierte sich nun auf der Elbe, nämlich die Queen Mary 2. Da dieses Schiff nur bei gewissem Wasserstand fahren kann musste es in der Nacht die Elbe befahren. Beim warten sah ich zum erstenmal Sternschnuppen. Ich wurde gleich mit 3 Stücken belohnt, das war denn eine Freude.

 

Nach den zwei Nächten an der Elbe war eine Woche „warten“ angesagt. Der Schiffslotse hat sich doch noch gemeldet und gesagt, dass er für mich was organisiert habe. Ich könne von Bremen bis Emden auf einem Frachtschiff mitfahren. Das Schiff solle am Montag oder Dienstag fahren. Da es mit dem Löschen warten musste ging ich erst am Dienstagmittag an Board und hoffte noch heute fahren zu können. Ich bezog eine sehr schöne Kabine mit eigenem Bad, nur der Dieselgenerator störte einwenig. Am Mittwochmorgen fragte ich wenn wir denn losfahren? Er meinte um 14Uhr, doch wenn das Schiff erst dann fährt komme ich in Zeitnot, denn mein Bruder wartete in Belgien. Schweren Herzens entschied ich das Schiff zu verlassen und nach Belgien zu fahren.

 

Am selben Abend und 500 Kilometer später traf ich in Gent ein wo ich von Stefan (Bruder) ganz herzlich begrüsst wurde. ei ihm konnte ich wieder einmal Gratis waschen und hatte auch Internet zur Verfügung um einige Dinge zu erledigen, unter anderem gaben wir auch einen Musikwunsch im Radio Sunshine durch.

Zwei Nächte waren wir in Gent, dann durfte Stefan wünschen wohin die Reise geht. Er wünschte sich nach Norddeich (Norden D) zu gehen um Seehunde anzuschauen. Wir fuhren durch Belgien und Holland der Küste entlang und entdeckten so manchen schönen Ecken. In Norden fanden wir nicht der vorgestellte Sandstrand vor, sondern einen Damm mit einem Asphaltbelag.

  

Karateman
Ausserirdischer beim Karate?
  

Die Ortschaft ist nichts schönes, aber man kann wunderbare Ausflüge von dort aus machen. Auf der Insel Norderney fanden wir dann unseren Traumstrand. Wir liefen Kilometer weit und liesen uns den Wind um die Ohren pfeifen. Auch die Fahrt zur Seehundbank entschädigte uns für die Reise nach Norden.

Die Tage vergingen wieder einmal viel zu schnell und wir mussten voneinander Abschied nehmen. In der Nähe von Amsterdam lies ich ihn auf den Zug um nach Mättmi zu fahren. Der Abschied viel mir sehr schwer, ich hatte noch nie so viel Mühe bei einem Abschied.

 

So, bis hier war alles geplant, doch jetzt kommt die Frage, wo soll es weiter gehen. Nach Österreich um meine Eltern in den Ferien zu besuchen oder nach Frankreich. Aus Routentechnischen gründen entschied ich mich nach Frankreich zu fahren. Die Normandie hat mir noch nicht so gepasst, doch in der Bretagne fand ich wunderschöne Küsten vor. Es ist schon gewaltig wie sich hier die Tiden auf die Küste auswirken. Der Pegelunterschied kann bis zu 14 Meter betragen! Ich sass 5 Stunden auf einer Anhöhe und konnte schön beobachten wie die Flut kommt. Das ganze habe ich alle 10 Minuten mit einem Foto festgehalten.

Spätestens ab Heute schliessen sehr viele Campingplätze und ich stehe immer öfters vor verschlossenen Toren. Mit einem Wohnmobil kann man sich irgendwo hinstellen, doch mit dem Zelt ist es manchmal so eine Sache. Bis jetzt hatte ich keine Mühe einen Übernachtungsplatz zu finden, doch das wird sich nun schlagartig ändern. Auf diese Herausforderung freue ich mich aber und ich nehme sie gerne an. Erst jetzt wo es immer früher dunkel und auch kälter wird beginnt das grosse Abenteuer. Ich freue mich auf die Berge und hoffe auch bald einmal im Schnee das Nachtlager aufbauen zu können.

 

Ich fahre jetzt der Atlantikküste entlang bis zur spanischen Grenze. Dort versuche ich irgendwie über die Pyrenäen und Andorra zum Mittelmeer zu gelangen. Rein Wettertechnisch gesehen müsste ich anschliessend nach Spanien und Portugal gehen, doch das ist für mich zu wenig attraktiv, ich reise dann lieber durch Italien nach Österreich oder Slowenien und dann nach ???, das steht noch offen, es gibt viele Ideen.

 

Stefan/Daniel
Stefan und Daniel im windigen Norden