03.07.2007

 

Ich bin bereits gestern in Berlevåg eingetroffen, das ist ganz im Norden von Norwegen. Hier habe ich in diesem Jahr zum erstenmal die Mitternachtssonne gesehen. Über dem Meer hängt aber eine dicke Nebelwand so dass es noch keine guten Fotos gab.

 

Es hat sich gelohnt nicht nach Schweden zu verschiffen, sondern nach Norwegen. Auch Südnorwegen hat mir ausgezeichnet gut gefallen. Am Südkap, dem Kap Lindesnes, hat es einen schönen Leuchtturm mit einer sehr interessanten Ausstellung über die Leuchttürme.

 

Mit dem Ehepaar Burri das ich vor zwei Jahren in Stockholm kennen lernte begab ich mich auf den Preikestolen. Das ist einen 25 mal 25 Meter grossen Felsen der 600 Meter Senkrecht in einen Fjord abfällt.  

 
Preikestolen
Preikestolen
  

Bei Odda stieg ich zu einem Gletscher hoch, die Farben des Eises waren sehr eindrücklich. Auf der Strecke bis Lillehammer hatte es einige sehr grosse Wasserfälle die ins Tal donnerten. Da ich Städte nicht sonderlich mag ging es schon bald nach Schweden. Ich wählte die Route durch Schweden weil ich die Norwegische Küste bereits kenne. Um in den Norden zu kommen gibt es nicht viele Alternativen. Ich wählte teilweise kleine Strassen die sonst keine Touristen nehmen. Diese Strassen führten oft an einem schönen Fluss entlang, der Nachteil war einfach, dass es bis zu 50 km am stück nur Erd- oder Schotterstrassen waren. Die Erdstrassen konnte man aber gut mit 60km/h befahren, je nach Wetter.

 

Nach Östersund überlegte ich lange ob ich einen Abstecher durch das schwedische Hinterland machen soll. Da mir die Hauptstrasse zu anspruchslos war machte ich den Abstecher und fuhr nach Gäddede. Ab dort ging es durch fantastische typisch schwedische Landschaften. Es war wie im Bilderbuch, nur das Wetter war nicht so schön.

 

Odda
Campingplatz in Odda
         

Ab Sorsele hatte ich nicht mehr viele Alternativen zur E45, so fuhr ich eben auf ihr durch endlose Wälder. In Kiruna besuchte ich die grösste Untertage Eisenerzmine der Welt. Mit dem Car fuhren wir in die Mine und hatten dann eine sehr Interessante Führung 540 Meter unter Tage. Die Stadt Kiruna gibt es nur wegen dieser Grube, was die Grube sagt wird gemacht. In den nächsten Jahren kommt die Grube immer näher an die Stadt, deshalb muss sie gezügelt werden. Die Häuser werden samt Keller an einen neuen Standort gebracht.

 

Am letzten Sonntag traf ich in Gamvik ein, das ist links vom Nordkap. Es Pfiff mir ständig ein kalter Wind um die Ohren und um das Zelt zu verankern hatte ich auch Mühe. Den Abend verbrachte ich dann bei einem alten Ehepaar aus dem Kanton Bern. Die Stunden vergingen wie im Flug.

 

Gestern bin ich nun in Berlevåg eingetroffen. Es ist einfach fantastisch hier oben. Es ist schon etwas spezielles wenn die Sonne nie vom Horizont verschwindet. Da die Sonne 24 Stunden scheint sind meine Nächte auch umso kürzer. Ich bin oft bis tief in die „Nacht“ am Meer und geniesse das spezielle Licht.

 

Gamvik
Küste bei Gamvik
         

Falls sich die dicke Nebelwand übermorgen auflöst werde ich das Sponsorenkässeli plündern und mit dem Postschiff, der Hurtigrute, nach Vardø fahren. Die Fahrt würde von 22.30 bis 4.00 Uhr im Licht der Mitternachtssonne stattfinden. Wenn es aber Nebel hat lohnt sich diese teure Reise nicht.