14.06.2007

 

Willkommen an Bord der M/S Christian IV. Wir befinden uns im Internationalen Gewässer des Skagerrak. Die Fahrt führt von Hirthals in Dänemark nach Kristiansand in Norwegen. Wir sind zurzeit mit 20 Knoten unterwegs.

 

Nach dem letzten Mail bestieg ich die Fähre nach Frankreich und fuhr dann nach Belgien. Übernachtet habe ich an einem Traumstrand. 

  

Strand in Bredene

Weiter ging es wie bereits geschrieben nach Köln. Da auch die neugelieferte Liegematte defekt war musste ich mir eine neue besorgen. Ich hätte nochmals eine zugeschickt bekommen, doch nach drei defekten Matten lehnte ich das Angebot ab. In Köln konnte ich meine „Suchtmittel“ Vorräte wieder aufstocken (Sinalco und Original Ovomaltine) und die wärmeren Kleider waschen und in die unterste Kiste verstauen. Die Dimensionen des Kölner Doms sind sehr eindrücklich. 

 

Wie angekündigt fuhr ich anschliessend im Uhrzeigersinn der Dänischen Küste entlang. Die Dänische Insel Rømo habe ich mit dem Fahrrad besucht. Die 9km lange Fahrt über den Damm war wegen dem kräftigen Gegenwind sehr anstrengend. Ganz weit weg sah man immer das Ziel, doch ich kam einfach nicht vorwärts. Meine Mühen wurden mit einem Kilometerlangen und bis zu 2,5km breiten Sandstrand entschädigt. Die Rückfahrt konnte ich dafür ohne Anstrengung absolvieren.

 

In Blåvand, der westlichsten Ortschaft Dänemarks gönnte ich mir einen Luxuscampingplatz. Es ist natürlich einen ***** Camping mit jedem erdenklichen Luxus. Es hatte sogar ein Erlebnisbad, eine Art kleines Alpamare.

 

In Hvide Sande stellte ich zum erstenmal einen Wecker, damit ich frühmorgens an einer Fischauktion teilhaben konnte. Die Hände waren aber tief in den Taschen und gesagt habe ich auch nichts, was hätte ich auch mit 10 Kisten frischem Fisch in meiner kleinen Campingküche machen sollen?

 

In Klim Strand gönnte ich mir nochmals einen ***** Campingplatz.  An der Küste entlang war es nicht weit bis zur nächsten Ortschaft wo noch rege Landfischerei betrieben wird. Da diese Fischer keinen Hafen zur Verfügung haben müssen sie die Schiffe jeden Tag an Land ziehen.  

 

An der Dänischen Küste hat es 8 Leuchttürme, 5 von ihnen habe ich bestiegen. Der Leuchtturm bei Rubjerg Knude ist total am zerfallen, aber die Landschaft um ihn herum ist grossartig. Die Sanddünen sind höher als der Leuchtturm selbst. In wenigen Jahrzehnten wird der Leuchtturm wegen den wandernden Dünen ins Meer stürzen. 

 

Leuchtturm von Rubjerg Knude
                  

In der nördlichsten Ortschaft Dänemarks (Skagen) verbrachte ich wunderbare Tage. Das Wetter war wie im Hochsommer. Vom Campingplatz war es nicht weit bis Grenen, das ist eine lang gezogene Sandbank. Bei ihr stand ich mit dem einen Bein im Skagerrak (Nordsee) und mit dem anderen Bein im Kattegat (Ostsee). Zum blauen Himmel und dem Glasklaren Wasser gesellten sich auch noch einige Seehunde. Es war einfach grandios.

 

Bei diesem Wetter und dem hervorragenden Wasser konnte ich mich sogar für ein Bad in der Ostsee überreden. Für mich als Warmduscher kostete es schon einige Überwindung, doch das kühle Bad war sehr erfrischend und gar nicht so kalt wie erwartet.  

 

Strandfischer

 

In Hirtshals ist ein Besuch im Nordseemuseum ein riesen Vergnügen. Das grösste Aquarium hat 4,5mio Liter Wasser! Die grösste Scheibe (Acrylglas) misst 12 auf 6 Meter, ist 41cm dick und 38 Tonnen schwer! Man kann fast wie im Kino vor dieser Scheibe sitzen und den Fischen zuschauen. Neben kleinen Haien hat es mehrer Fischschwärme wie sie auch in der Nordsee vorkommen. Draussen hat es noch ein grosses Becken mit Seehunden.

 

So ungebunden wie ich auch bin habe ich vor eineinhalb Wochen eine Routenänderung vorgenommen, anstatt nach Schweden zu verschiffen habe ich ein Ticket nach Norwegen gebucht. Das Reisebuch machte mir Südnorwegen so schmackhaft dass ich nicht wiederstehen konnte. Den Süden kenne ich eben noch nicht.

 

Dank dem Internet kann ich nun Gratis nach Hause anrufen und das erst noch mit einem Live Bild. Wer Skype ebenfalls installiert hat soll sich doch bei mir melden…