22.05.2007

 

Auf der Weiterfahrt hat sich der Abstecher zum Mizen Head Leuchtturm gelohnt. Einen wirklichen Turm hat es dort aber gar nicht, es ist eher ein Leuchtfeuer. Der Sturm donnerte die Wellen mit voller Gewalt an die Küste, so dass es meterhohe Wasserfontänen gab. Die Wassermassen waren sehr eindrücklich.

 

Cork habe ich umfahren und bin direkt zum Fährhafen von Rosslare gefahren. Da eine 3,5 Stunden dauernde Fahrt anstand habe ich reichlich Bargeld an den Schalter mitgenommen. Es kam aber besser als erwartet, ich bekam ein gutes Angebot. Dieses umfasste nicht nur diese Fähre, sondern auch noch jene nach Frankreich. Der einzige Haken an der ganzen Sache war nur, dass ich ein Datum für die Fahrt nach Frankreich angeben musste. Das machte ich gar nicht gerne, ich hatte auch keine Ahnung was ich sagen sollte. Nach langem überlegen sagte ich, dass die Überfahrt in zwei Wochen sein soll. Mit diesem Sonderangebot  hat mich die lange Fahrt theoretisch nur 70€ gekostet.

 

Es war nicht eine gewohnt grosse Fähre, sondern ein kleiner Katamaran der mich nach England brachte. Mit bis zu 70km/h donnerten wir über das Meer, das ist sehr schnell für ein Schiff! So dauerte die Fahrt nur 2 Stunden. Am eindrücklichsten war die Fahrt auf dem Aussendeck, denn der Wind toste um die Ohren und hinter dem Schiff hatte es zwei mehrere Meter hohe Wasserfontänen. Die Fahrt machte viel Spass.

 

Die Tage vor und nach der Überfahrt nach England waren sehr stürmisch und der Regen lies auch kaum nach. So habe ich Wales durchfahren und mich nach Südengland begeben. Es hätte sehr schöne Küstenwege zum Wandern, doch bei dauerregen macht es nicht so viel Vergnügen.

 

Im Dartmoor Nationalpark fand ich eine günstige Unterkunft. Das Zelt musste ich nicht einmal aufbauen, denn ich hatte ein halbes Haus für mich. Der Nationalpark ist sehr schön, nur der sehr starke Regen trübte die Freude einwenig.

         

Dartmoor
Im Dartmoor Nationalpark

Auf der Purbeck Halbinsel übernachtete ich in Corfe Castle. Wenn man die Ruine vom Castle anschaut kann man es sich sehr gut vorstellen wie gross sie einmal war. Mit dem Fahrrad machte ich von dort auch einen Ausflug Studland Heath. Dort ist eine sehr schöner Sandstrand mit kleinen Sanddünen und einem See im Hintergrund.

 

Stonehenge durfte natürlich auch nicht fehlen. Wenn man sich überlegt, wie es die Menschen von 4000 Jahren fertigbrachen die Steine hierher zu bringen, dann zu bearbeiten und schlussendlich auch noch aufstellten kommt man schon ins staunen.  In Avebury hat es nochmals einen Steinkreis, der ist im Durchmesser viel grösser, doch die Steine sind kleiner. Einen Ausflug ist es allemal wert.

 

Am letzten Freitag fuhr ich dann nach Maidstone zu Sophia Meyer. Sie ist ein langjähriges Mitglied des Kim Dojo Albis gewesen, wir haben uns schon viele Jahre nicht mehr gesehen. Am Wochenende haben wir einiges miteinander unternommen. Ich war an einem sehr seriösen Studentengeburtstag und die Seven Sisters gingen wir auch noch suchen. Als Englandabschluss stand gestern noch London auf dem Programm.       

             

Stonehenge
Stonehenge
           

Heute werde ich wieder nach Frankreich verschiffen und dann Richtung Köln fahren. Dort muss ich zwei, drei Dinge erledigen, dann kann es weiter gehen. Meine vorläufige Planung sieht Dänemark als nächstes Reiseland vor. Geplant ist, dass ich im Uhrzeigersinn der Küste nach bis an das nördliche Ende fahren werde. Mit der Fähre geht es von dort nach Göteborg (Schweden).