04.05.2007

 

Nach dem ich das Loch Ness hinter mir lies fuhr ich mitten durch Schottland nach Durness. Es ist eine schmale Strasse mit sehr vielen Ausweichstellen. Überraschender weise ist es die beste Strasse die ich bisher gefahren bin. Für solch gute Strassen sucht man in der Schweiz weit. Bei der Fahrt konnte ich die grossartige Landschaft richtig geniessen.

 

Das Wetter war in Schottland von starken Winden und immer wieder ein-treffender Regen geprägt. In Durness schlugen die Wellen mit voller Gewalt an die Küste.

 

Die Skye Insel habe ich mit dem Auto umrundet. Ich wäre gerne auf den Storr gestiegen, doch das Wetter lies es nicht zu, es wäre zu gefährlich geworden. Glasgow habe ich umfahren um nach Stranraer zu kommen. In dieser Ortschaft wurde es richtig teuer. Ich machte einen Preisvergleich der Fähren nach Nordirland. Die Übfahrt kostete zwischen 225 und 270 Franken. Ich wartete ein paar Stunden und fuhr mit der günstigsten Variante, ich habe ja genügend Zeit.

    

Cliffs of Moher
 Cliffs of Moher
   

Die ersten Eindrücke von Nordirland und Irland (der Norden gehört zu England) waren erschreckend. Überall werden Häuser gebaut was das Zeug hält. Es wird nicht nur bei den Centern gebaut, sondern auch weit abseits der Zivilisation. Ein Haus ist schöner als das andere. Viele sind leer und zum verkaufen.

 

Von Larne aus bin ich wieder im Gegenuhrzeigersinn der Küste entlang gefahren um nach Irland zu gelangen. Von einem Zoll oder desgleichen habe ich nichts gesehen. Es hatte auf einmal neue Tafeln und die Geschwindigkeitsbegrenzung war wieder in Km/h angegeben. In Sligo, genauer gesagt in Rossan Point hatte ich wieder herrliches Wetter und einen schönen Campingplatz. Ich verbrachte wieder einmal drei Nächte am selben Ort.

 

Auf äusserst schlechten Strassen ging die Reise zu The Twelve Pins und dem Connemara Nationalpark weiter. Die Berge waren in Nebel verhüllt und beim Nationalpark regnete es sehr stark. So fuhr ich eben weiter nach Galway. Mein Zelt konnte ich zwei Meter neben dem Meereswasser aufstellen, es war herrlich.

Die Cliffs of Moher haben mich nicht begeistert, es war irgendwie nichts spezielles. Einwenig enttäuscht fuhr ich dann zur Dinglehalbinsel. Die Strasse über den Connor Hill Pass war sehr schön. Auf der Küstenstrasse fuhr ich dann bis an das Ende dieser Halbinsel. Die Landschaft war die Reise allemal wert, nur der Campingplatz war unverschämt teuer, so dass ich nur eine Nacht blieb. Den Abend verbrachte ich mit zwei Deutschen Frauen an einer schönen Steilwandküste.

  

Das Frühstück nahm ich nicht mehr auf dem Campingplatz zu mir, sondern fuhr an die Küste an einen einsamen Ort. Nach einem sehr schönen Spaziergang machte ich mich auf nach Dingle. So weit bin ich aber nicht gekommen, denn in einem Rank standen vier Autos und die Leute schauten ins Meer. Mein Auto hatte gerade noch Platz zum Parken. Ich packte meine Fotoausrüstung und begab mich zu den anderen. Was wir sahen überraschte mich, es war einen Hai!!! Da die Strasse relativ weit überhalb der Küste verlief hatten wir eine sehr gute Sicht. Mit dem grossen Objektiv habe ich mehrere Fotos gemacht. Den Blick durch das Teleskop eines einheimischen war genial. Es war eine Freude den Hai zu beobachten. Ich blieb eine Weile dort bevor ich weiter reiste.

 

 

hai
Hai
       

Den Ring of Kerry hat mich bisher noch nicht begeistert. Vielleicht kommt die schöne Strecke ja erst, wer weis, ich bin Ja erst in Cahersiveen, das ist noch nicht einmal auf halber Strecke. Hier habe ich den schönsten Campingplatz von England und Irland gefunden. Der Preis ist sehr Fair und alles ist mit sehr viel Liebe gestaltet. Der Platzwart hat viel Freude an mir, denn er kann sein Deutsch aufbessern. Er nimmt sich viel Zeit für die Gäste. Ich habe nun freien Wlan Anschluss bekommen, damit ich News aus der Schweiz empfangen kann. Ich bin jetzt zwei Nächte hier, weil alles stimmt, bleibe ich sicher nochmals zwei Nächte. Gestern habe ich in kurzen Hosen eine mehrstündige Fahrradtour gemacht. Der Himmel ist blau, so weit ich sehen kann.

 

Ich muss schauen, dass ich nicht hier bleibe, denn die Reise habe ich ja erst gerade begonnen, es gibt noch viele schöne Orte.