Zur Überraschung vieler bin ich nicht mit dem Camper nach Zug an meinen Empfang gereist, sondern mit dem Kajak. Das Wetter war leider nicht ganz so toll, doch man kann sich ja dementsprechend kleiden. Ich hatte sehr freude, an den vielen Freunden und Bekannten, welche mich empfangen haben!

Am Freitagabend um 19.18 Uhr fuhr in Hamburg mein Zug ab in die Schweiz. Ich gönnte mir für schlappe 69 Euro ein Liegebett im 6er Abteil. Wir waren zum Glück aber nur zu dritt, was sehr angenehm war. Der eine meiner Nachbarn sah ich nur kurz vor dem ins Bett gehen und der andere stieg irgendwo ein und verliess den Zug bereits wieder bevor ich wach war. Ich konnte überraschend gut schlafen im Zug, das hätte ich nicht gedacht. Es wurde schon langsam hell draussen als ich aufwachte. Ich staunte nicht schlecht, denn ich war bereits in der Schweiz, denn der Zug stand in Basel. Ich öffnete das Fenster und schaute während dem rasieren und frühstücken auf meine Schweiz. Es war ein schönes Gefühl wieder in gewohnter Umgebung zu sein. Bis nach Zürich lies ich mir die Schweizer Luft um die Nase blasen. In Zürich stieg ich in den Zug nach Mailand, stieg dann aber im Zug aus. Unterwegs erreichte mich ein SMS, dass das Kajak deponiert sei und niemand von der Familie mehr beim Schiff ist. In Zug lief ich gemütlich durch die Metalli und bemerkte die eine oder andere Veränderung. Beim Landsgemeindeplatz lag dann verlassen das Kajak von meinem Bruder. Das deponierte Rivella genoss ich in vollen Zügen, doch es war schnell verschlungen. Der Absatz meine Lieblingsgetränks wird dieses Jahr dank mir wieder deutlich zulegen.

 


 

Dass ich beim Start die Schweizerflagge hätte einstecken können habe ich nicht beachtet, dafür schmückte ich den Bug mit der Rose von Karin. Eine Vermicelletorte hätte ich auch gerne gegessen, doch jene die im Schiff deponiert war konnte ich nicht essen. Es war ganz gemein, dass ich nur mit einer Fotokopie vorlieb nehmen musste. Ich fuhr zuerst zum alten Spital und dann in die Mitte des Zugersees. Das Wetter wollte nicht ganz mitmachen, denn es hatte Nebel und mehr Regen als Schnee. Für mich war dies aber kein Problem, denn auf dem Yukon hatte ich die ersten Tage auf dem Fluss auch oft Regen. Die Orientierung viel mir einiges schwerer, denn durch den Nebel konnte ich nur erahnen wo ich genau anlanden muss. Mit dem Feldstecher orientierte ich mich einige Male, konnte aber nie Menschen am Ufer finden. Mein Gefühl sagte, dass ich zu nahe an Cham war, doch ich legte eine präzise Punktlandung hin. Auf den letzten Metern gleite ich nur noch durch das Wasser während dem an Land lautstark Happy Birthday gesungen wurde. Es war sehr schon so viele Leute wieder zu sehen, dass ich fast die mit Kerzen geschmückte Einfahrt verpasst hätte. Meine Mutter stand zuvorderst und konnte es kaum erwarten ihren Globetrotter in die Arme zu schliessen. Auch das Wiedersehen mit mein Vater habe ich schon lange erwartet. Natürlich durfte auch mein Bruder Stefan und seine Freundin Karin nicht fehlen. Nach dem Ausziehen meiner Kajakausrüstung machte ich die Runde und war über das eine oder andere Gesicht überrascht. Toll dass so viele Freunde gekommen sind! Ich möchte allen herzlich danken die anwesend waren und mir zum Geburtstag gratulierten. Ich habe mich wirklich sehr gefreut euch alle wieder zu sehen auch wenn ich leider nicht die Zeit hatte mit allen zu diskutieren. Das werde ich aber gerne nachholen wenn ich mich wieder einigermassen eingelebt habe in der Schweiz. Herzlichen Dank auch für die Geschenke mit den originellen Ideen.

Ich werde vom 6. Bis 16. Februar nochmals in Deutschland unterwegs sein um mein Camper in Hamburg abzuholen und um verschiedene Freunde zu besuchen. Anschliessend werde ich wieder meine Wohnung übernehmen und bereits am 23.2 wieder mit Arbeiten beginnen.

Und übrigens….. eine weitere Reise ist zur Zeit noch nicht geplant...

Hier findet ihr einige Fotos von der Ankunft.

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