Die Strassen zum Meer sind wieder einmal mehr alle unzugänglich wegen Betonklötzen, so stehe ich eben vor der Abschrankung. Von der Strassenbeleuchtung beziehe ich Strom für den Laptop, Radio und die verschiedenen Akkus, genialer Platz. Nach ein paar Minuten Fussmarsch bin ich am Meer mit einem tollen Sandstrand.

 

Die Route rund um die Gaspe Halbinsel ist wirklich schön. In den Wintermonaten ist aber so gut wie alles geschlossen, die Leute sind wohl alles in Florida oder so. Es hat auch massenhaft Rastplätze, doch auch die sind alle geschlossen und mit Gittern, Ketten oder Betonklötzen versperrt. Die betreiben wirklich einen grossen Aufwand um mir die schönen Plätze zu verbauen. Ich habe aber trotzdem ein paar schöne Plätze gefunden, wenn auch in grösseren Abständen als ich es gewollt habe.

Silvester verbrachte ich im kleinen Dörfchen New Richmond. Mein Festtagsmenu bestand aus echtem Schweizer Raclettekäse, der um ein vielfaches besser war als an Weihnachten. Bei dichtem Schneefall lief ich ins Dorfzentrum um einzukaufen. Ich kaufe Glace ein, denn bei -13 Grad konnte ich sie ja gut lagern. Am Abend wurde es aber immer wärmer und die Glace wurden immer weicher. So durfte ich dafür zur später stunde alle Cornetts essen. An der überraschend grossen Dorffeier war eine Menge los. Drei Schneeskulpturen verwöhnten die Augen und eine sechsköpfige Band gab auf der Bühne ihr bestes. Punkt Mitternacht wurde ein gewaltiges Feuerwerk gestartet. Während 10 Minuten erhellte der Himmel in den schönsten Farben und Bildern. Das Feuerwerk war wirklich sehr gelungen.

 

 

Im Kouchibouguac Nationalpark gab es endlich wieder einmal Wanderwege die ich auch nutzte.  Ich fragte den Ranger wo ich denn übernachten könne, doch er konnte mir nicht weiter helfen und der Natelempfang zum Infocenter klappte auch nicht. So schlief ich eben vor dem verschlossenen Campingplatz. Das wäre eigentlich nicht ganz erlaubt, doch der Ranger sagte einfach er habe mich nicht gesehen.

Bei Traumwetter erkundete ich die „Dune de Bouctouche“. Das ist eine 12 Kilometer lange Sanddüne die sich ins Meer hineinragt. Ich spazierte ohne andere Strandbesucher fast bis zu ihrem Ende und wieder zurück. Das waren fast schon Dänische Verhältnisse, genau solche Strände suche ich immer wieder.

Auch wo ich jetzt bin gibt es einen tollen Strand und ein Meer das mit Eisbrocken gefüllt ist. Beim ersten Anblick huschte mir seit längerem wieder einmal ein „Wow“ aus dem Mund.

In kürze werde ich in Halifax erwartet wo ich am Kinoabend der Deutschsprachigen Gemeinschaft  ein spezial Gast bin. Vor dem Film „Die fetten Jahre sind vorbei“ werde ich kurz über meine Reise berichten und ein paar Bilder zeigen.

Ps: Anmeldung zu meiner Rückkehr nicht verpassen! Ich freue mich auf ein Wiedersehen am 28.1.2012 um 10.30 Uhr in Zug!

 

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