Vancouver war die erste und vermutlich letzte grosse Stadt in Kanada die ich besucht habe. Die Wasserfront mit dem Stanley Park  hat mir ausserordentlich gut gefallen. Trotz Grossstadt fand ich am Wasser Ruhe und Erholung von der geschäftigen Innenstadt.

 Ab Lilloolet ging meine Reise auf der schmalen und Kurvenreichen Strasse 99 weiter. Ich schaffte diese Strecke ein paar Stunden vor dem Wintereinbruch auf dem Strassenpass. Unterwegs hätte es 4 schöne und kostenlose Campingplätze gehabt, aber das Risiko total eingeschneit zu werden war mir zu gross. In Whistler spazierte ich durch die grosse und saubere Fussgängerzone. Vom Winter war hier noch nicht viel zu spüren, denn es regnete die ganze Zeit. Beim Olympiadorf machte ich eine schöne Wanderung dem Fluss entlang und reiste dann weiter zum Olypiapark. Eigentlich hätte ich das Gelände nicht betreten dürfen, doch wenn man  schon mal hier ist musste ich eine Ausnahme machen. Ich lief zu den zwei Skisprungschanzen wo der Schweizer Simon Ammann vor knapp zwei Jahren zum zweiten Mal Doppel Olympiasieger wurde. Ein paar Meter neben der Schanze lies sich auch Dario Cologna nach seinem Sieg feiern. Er gewann das 15km Langlaufrennen, hatte bei den anderen Distanzen aber viel Pech. Die Regenwolken und der Nebel versperrten mir mehrere Tage die Sicht auf die Berge was ich sehr schade finde aber nicht ändern lässt.

 


 

Zwei Tage früher als angekündigt stand ich wegen dem miesen Wetter und erfolgloser Suche nach einem Stellplatz am Meer vor der Tür von Mahler's. Die Adresse der beiden Schweizer, die in der Nähe von Vancouver wohnen hatte ich ende Juli von anderen Schweizern bekommen. Obwohl wir uns nicht kannten wurde ich herzlich begrüsst und mir am ersten Abend die Wohnung alleine überlassen. Yvonne und Peter machen wunderschöne Massivholzmöbel in ihrer gut eingerichteten Schreinerei. Es reizte mich schon zu Arbeiten, doch ich beliess es bei einer Besichtigung. Während 3 Tagen besuchte ich das Zentrum von Vancouver. Dank nahen Wegen an die Wasserfront wo ich sehr weit laufen konnte gefiel mir die Stadt recht gut. Dass ich für die erste Sichtung eines Waschbären in die Stadt gehen muss hätte ich auch nie gedacht. Im Stanley Park sichtete ich einer dieser süssen Bären. Auch die bunt verzierten Totenpfähle haben mir sehr gefallen. Als krönender Abschluss besuchte ich das NHL Hockeyspiel der Vancouver Canucks gegen die Chicago Blackhawks. Das Stadion ist eine Wucht und sehr eindrücklich. Die Preise sind astronomisch, dafür gibt es aber einen mit Stoff überzogenen Sitzplatz. Von meinem Platz hatte ich eine super Sicht auf das Geschehen auf dem Eis und auf die riesen grosse Videoanzeigetafel. Die Show vor dem Spiel mit projizierten Bildern auf dem Eis und der kanadischen Nationalhymne war gut insziniert. Das Spiel selber war nicht NHL würdig. Ich habe mehr Checks und Tempo erwartet. Die drei zusätzlichen Werbepausen pro Drittel für das Fernsehen nahmen immer das Tempo aus dem Spiel. Diese Unterbrüche waren sehr mühsam. Auch die Stimmung der Zuschauer war anders als in der Schweiz. Fangesänge gab es praktisch keine, dafür aber viel Applaus bei guten Spielzügen. Dieser Abend war ein Erlebnis auch wenn die Canucks mit 1:5 verloren.

 


 

Im Big White Skiresort traf ich Gerrit wieder den ich auf dem Yukonriver bei meiner Kajaktour kennen gelernt hatte. Er hat gestern seine Saisonstelle als Lift Operator begonnen. Zusammen mit 6 Jungs und einem Mädel aus Deutschland wohnt er in einem grossen Haus wo ich zurzeit zu Gast bin. Ich habe schon sehr viele Leute kennen gelernt und Einblicke in verschiedene Jobs erhalten. Ich hätte nie gedacht dass die Jobs so anspruchsvoll sind. Gerrit hat eine ganze Woche eine Einführung mit Test um die Skilifte zu betreuen. Ob auch unsere Bergbauern eine solche Ausbildung durchmachen ist wohl eher unwahrscheinlich.

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