In Dawson angekommen richtete ich mich erst auf dem Camping vom Hostel ein und erkundete dann die Ortschaft. Um ins Dörfchen zu gelangen das auf der anderen Flussseite ist nahm ich die kostenlose Fähre. Spontan schloss ich mich einer Historischen Führung an in welcher wir Gebäude des Goldrausches anschauten.

Es war interessant und dank Nationalparkpass auch Gratis. Auf dem Camping im Zentrum von Dawson erkannte ich einen roten Mini Couper den ich auf dem Internet von Fröhlich's schon einmal gesehen habe. Rita und Christian waren überrascht von meinem Besuch, denn sie hatten von mir auch schon gehört. Reisende untereinander sind eben gut informiert wer wo unterwegs ist... Die beiden waren bereits in England, Island, Färör, Amerika und jetzt eben in Kanada. Der tiefer gelegte rote Mini mit einem TAB-Wohnanhänger sieht fantastisch aus. Spontan wurde ich zum Nachtessen eingeladen um mehr Reiseinfos auszutauschen. Bei Sonnenuntergang wurde mir auf dem Camping sogar noch die Haare geschnitten!

 


 

Auch am nächsten Tag ergab es einen Programmpunkt nach dem anderen. Ich konnte mit 3 Deutschen zum Goldbager Dragen No.4 mitfahren und dieses grosse Ungetüm besichtigen. Mit dieser schwimmenden Goldbagger arbeiteten sie sich durchs Gelände und konnten hatten am Ende vom Tag reines Gold. Die Dimensionen dieser Maschine sind gewaltig. Zurück in Dawson gingen wir zum Schnellboot das heute anscheinend eine Gratisfahrt anbietet. Wir schrieben uns noch schnell ein und schon waren wir auf dem Schiff. Weil die Saisonschlussfahrt war konnte ich nicht nur Gratis mitfahren sondern auch noch vom Buffet essen. Während 2.5 Stunden waren wir auf dem oberen Yukonriver unterwegs den ich noch nicht kannte. Ich war oft auf der Kommandobrücke anzutreffen wo mich der Kapitän noch immer beim Namen kannte. Es war eine ganz schöne Fahrt, doch mit dem Kajak macht es definitiv mehr Spass.

Ich versuchte alles mögliche um eine Verbindung mit dem DRS3 zu bekommen, doch es klappte aus mehreren Gründen nicht. Ich war sehr verärgert und traurig.

Der Rücktransport nach Whithehorse klappte einwandfrei, war meiner Meinung nach aber zu teuer. Beim nächsten Mal würde ich keinen Transport mehr organisieren, denn es gibt immer Gelegenheiten zurück zu kommen. Auf dem Campingplatz wurde ich wieder von den beiden deutschen Jungs begrüsst mit denen ich abgemacht hatte Essen zu gehen. Ich bestellte mir eine grosse 13 Zoll Pizza zur Feier der Flusstour und genoss es in vollen Zügen. Als ich bei Wal-Mart für die Nacht parkte entdeckte ich ein anderes Fahrzeug mit Aargauer Nummer. Ursula und Hans Ulrich sind ebenfalls unterwegs nach Alaska. Ich habe von ihnen erfahren dass der Denalipark in Alaska einen absoluten Traum sei, der Park aber bald schlisse. So kam ich noch in den Stress, denn in Whithehorse musste ich noch so einiges erledigen. Die Zeit am nächsten Tag rannte mir förmlich davon. Ursula und Hans Ulrich erging es nicht besser, auch die beiden waren am frühen Abend noch nicht am abgemachten Treffpunkt, den Five Finger Rapids. Im Konvoi fuhren wir dann los und fanden kurz nach den Rapids einen windgeschützten Platz direkt am Fluss. Wir Grillten und hatten einen schönen Abend. Der Tombstone Park der in den Herbstfarben leuchtete befuhr ich nur mit dem Auto und übernachtete am Nordende. Ich wäre sicher noch länger geblieben, doch die Zeit drängte. Nach dem ich in Dawson die Fähre genommen hatte um auf den Top of World HWY zu gelangen sah ich per Zufall die beiden Aargauer wieder. Von nun an blieben wir zusammen bis in den Denali Park. Die Fahrt auf der Bergkrete in Richtung Alaska bot dauernd ein atemberaubendes Panorama über die unendlich vielen Berge. Kurz vor der Grenze übernachteten wir nochmals und machten für ein nächtliches UNO-Spiel ab. Spielbeginn war auf 2 Uhr in der Früh angesetzt, doch alle Wecker funktionierten nicht, so dass wir erst eine halbe Stunde später wach waren. Die Spielnacht war dazu gedacht ein allfälliges Nordlicht nicht zu verpassen. Und tatsächlich, zum Spielen sind wir gar nicht gekommen, den das Nordlicht flackerte am Himmel. Es war nicht sehr hell und der Mond gab auch zu viel Licht ab, doch wir blieben trotzdem über 2 Stunden draussen

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Fernab der Zivilisation tauchte auf einmal ein unscheinbares Gebäude auf das mit Hightech vollgestopft ist. Das Einreiseprozedere nach Alaska/USA war absolut kein Problem. Das Formular zum Ausfüllen mit meinen Daten war sogar in Deutsch und die Fingerabdrücke und der Augenscan wurden digital erfasst. Weder die Papiere meines Autos, geschweige denn das Auto selber wurde angeschaut. Nach ein paar Minuten war ich bereist in den USA wo ich für3 Monate sein könnte. Dank der Übersetzung von Ursula statte ich noch beim kanadischen Zoll einen Besuch ab um mich auf die erneute Einreise zu informieren. Die Beamtin war sehr freundlich und hilfsbereit und machte einige Abklärungen. Der Zöllner in Halifax machte es mir eben nicht leicht und ich gelangte ohne zu wissen in ein Visumverfahren. Das grösste war dann noch dass er geschrieben hat dass ich nicht wieder eintreten dürfe! Nun ist so manches geklärt und einer erneuten Einreise sollte nichts mehr im Weg stehen.

Die Landschaft in Alaska war noch immer traumhaft, doch die vielen Jäger störten mich.Weit mehr als hundert warteten auf die Elche und insbesondere auf die Karibus. Ich fühlte mich viel mehr in einem Rebellen Gebiet als in Alaska. In der Jagdzeit sind alle draussen im Busch am Campen und hoffen ein Tier zu schliessen. So war es auch keine Überrschung dass ich kein Karibu sah!

Spontan entschieden wir anstatt über Fairbanks zu fahren den Weg über den Denali Hwy zu nehmen. Die Landschaft war wirklich fantastisch, nur das Wetter hätte einiges besser sein dürfen. Auch die Strasse selber lässt sehr zu Wünschen übrig, das war die absolut schlechteste Piste die ich je gefahren bin.

Das Fotoalbum wird laufen aktualisiert!

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