Manitoba begrüsste mich äusserst freundlich, denn im Touristenbüro gab es Karten und als Andenken einen Pin. Bei einem schönen Rastplatz stand auch keine Verbotstafel, wie herrlich. Bei Winniped steuerte ich zuerst auf eine Landstrasse in Richtung Westen, doch ich wechselte schon bald auf den Trans Canada High Way (HWY).

Der Wind fegte über die ganz leicht hügelige Landschaft und kämpfte gegen den Vivaro an. Mein Camper lies sich aber nicht viel anmerken und tuckerte gemütlich durch die grossen Felder gegen Westen. Manitoba habe ich in einem Tag durchfahren, ausser viel Landwirtschaft gab es nicht viel zu sehen.

Im Bundesstaat Saskatchewan verlies ich aber den HWY und fuhr 90km südlich der Autobahn auf der Strasse 13. Die Dimensionen dieser flachen Landwirtschaftsflächen sind einfach gigantisch. Die Strasse führte immer Schnurrgerade aus, teils 25km, teils 38km und mehr. Mitten in diesen Feldern übernachtete ich jeweils und genoss einfach deren Anblick. Die Felder waren aber noch im „Winterschlaf“. Die Acker waren sehr nass und teilweise grossflächig überflutet. Der Regen der in der Schweiz fehlte viel offenbar in Saskatchewan vom Himmel. Zur Abwechslung hatte es ab und zu wieder Ansammlungen von Oilpumpen die das schwarze Gold aus dem Boden befördern. Die Pumpen selber würden auch einen tropfen Oil vertragen, denn die Quietschten.

 

 

Die letzten Kilometer auf meiner gewählten Route waren wiedereinmal Schotter. Nach einer Nacht mit Gewittern war die Piste am nächsten Tag nicht mehr so toll zum befahren. Im Cypress Hills Park wurde es hügelig, doch der Nebel raubt jede Sicht. Die Piste wurde immer schlimmer und kurz vor der Grenze zu Alberta war die Strasse dann gesperrt. Mit Mühe konnte ich wenden und den 50km langen Umweg befahren. Saskatchewan mit den übergrossen Feldern hat mir sehr gut gefallen weil es mal etwas neues war. Im Sommer und Frühherbst wenn die Weizenfelder das Landschaftsbild dominieren ist es sicherlich noch toller.

Das Reisen macht mir noch immer viel Freude und langweilig wird es mir nie. Mein Aussergewöhnliches Auto ist immer wieder einen Grund für einen Schwatz, ich lerne täglich neue Leute (und auch Englisch) kennen und bekomme schon wieder Einladungen für im Dezember. Während dem Tag bin ich oft zu Fuss oder mit dem Kajak unterwegs und am Abend plane ich meine Nächsten Etappen oder archiviere meine tollen Fotos. Zeit haben und machen was ich will ist ein grosser Luxus und den geniesse ich jederzeit!

Das Fotoalbum wird laufen aktualisiert! 
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