Im Bundesstaat Ontario zeigten sich endlich die Bären und Elche. Es waren 6 Bären plus zwei ganz junge und 7 Elche. Das Beobachten von 2 Bibern und Weisskopfseeadlern war ebenfalls ein tolles Erlebnis.

 

Die Landschaft von Ontario ist wirklich sehr schön. Es hat fast ausschliesslich Wald mit sehr vielen kleineren und grösseren Seen. Wenn man nicht gerade in einem Provinzpark zu einem See geht wird das Unterfangen schwierig. Waldstrassen sind sehr rar und zu Fuss kommt man auch nicht weit weil der Wald so dicht ist dass man keine Chance hat einen Weg zu finden. Falls man mit Hilfe vom Navi doch einen Weg gefunden hat steht garantiert ein Schild das Campen Verboten sei. Das habe ich immer akzeptiert und irgendwo im Wald doch schöne Plätze zum übernachten gefunden, allerdings ohne See. Selbst als mal die Polizei am Abend ihre Runde machte gab es keinerlei Probleme. In den vielen Parks muss man immer Eintritt bezahlen und Übernachten im Camper ist auch schwierig, respektive sehr teuer für Alleinreisende. Die Provinzregierung weiss wie man das Geld verdient...

Meine erste Station war der Lake Superior Provinzpark. Bei tollem Sonnenschein belud ich mein Kajak mit der Campingausrüstung und paddelte zu einer Insel eines grösseren Sees. Mein Camp war bald aufgestellt und unbeladen machte ich eine Runde auf dem See. Auf der Nachbarinsel machte ich Bekanntschaft mit Justin der auch am Campen war. Am zweiten Tag machte ich eine weitere Runde mit dem Kajak und ging am frühen Abend mit Justin Fischen. Tatsächlich hat er grosse Fische gefangen die wir das auf dem Feuer brateten. Höhepunkt des Abends war ein Gitarrenlied das er extra für mich gedichtet hat! Den Video werde ich noch öfters anschauen, vielen herzlichen Dank für den Song Justin!!!

 

 

Am Lake Superior war ich vom kristallklaren Wasser und den Sandstränden fasziniert. Da es der grösste Süsswassersee der Welt ist hat es auch Wellen wie am Meer. Da es schon mal einen Weg hat lies ich das Kajak beim Camper und machte eine Wanderung. Der allergrösste Teil ging durch dichten Wald ohne Aussicht. Doch die einsamen und total schönen Sandstrände unterwegs entschädigten mich für die Mühen. Es war einfach nur toll. Auf dem Weg sah ich eine Bärenspur und abdrücke von Elchen. Vorsichtshalber band ich das Bärenglöcklein an den Wanderstock und auch der Bärenspray (überdimensional grosser Pfefferspray) war griffbereit. Meine Prävention zeigte Wirkung, es stellte sich mir kein Tier in den Weg, dafür viele umgefallene Bäume die Mühsam umgangen werden mussten. Nach 19.5km Marsch war ich Müde und erschöpft wieder bei meinem Camper.

Beim Wasserfall von Wawa traf ich Jonas aus Deutschland. Am See sitzend gab es viel zu erzählen und wir machten ab dass wir die nächsten Tage im „Konvoi“ fahren werden. Der Strand von Marathon besteht aus grossen Steinen und hunderten Bäumen die angeschwemmt wurden. Im Neys Prov. Park gab es endlich wieder einmal eine heisse Dusche, ansonsten war aber nichts los. Beim Ausgang bemerkte ich dass von seinem Auto etwas tropft. Ein Blick unter die Motorhaube ergab dass das Kühlmittel ausläuft. Der Ranger gab uns einen Tipp wo wir uns melden sollten. Da Sonntag war konnte uns aber auch niemand weiter helfen und die nächste Ortschaft ist weit weg. So schleppte ich das Auto mit Jonas wieder zurück nach Marathon, das waren 30km. Am Nachmittag löste sich der Nebel der letzten Tage auf und die Sonne zeigte sich wieder. Jonas schlief in seinem Auto vor der Werkstatt, musste am Morgen aber erfahren dass sie bis am Freitag keine Zeit für ihn hätten. Er wurde nach Schreiber verwiesen die das Problem rasch erledigen konnten. Auf dieser Strecke wurde er vom Pannendienst befördert.

Ich nahm es gemütlich und machte manchen Halt. Einmal mehr zeigte sich die faszinierende Tierwelt. An einem Strand konnte ich erst einen tollen Seeadler beobachten und als ich von einem Spaziergang zurückkam besuchte ein Elch den Strand.

Im Nadelöhr von der Nord-Süd Stracke Kanadas, in Thunder Bay, ging ich wieder einmal gross einkaufen. Die aus Italien importierten Steinpilztortellini musste ich einfach kaufen, die schmeckten dann auch ausgezeichnet mit einer Pilzsauce. Dank Skype konnte ich mich wieder mit Jonas absprechen, bald darauf waren wir wieder gemeinsam unterwegs.

 


 

In Dyment fanden wir wiedereinmal einen tollen See, aber mit Verbotstafel. Biberbauten sah ich in Kanada immer wieder, doch die Tiere selber sah ich noch nie. Auf einem kurzen Spaziergang entdeckte ich wieder einen Biberbau und diesmal waren auch zwei Biber zu sehen. Ich machte einige Fotos und Videos und genoss es dann einfach diese grossen Tiere beim Bau ihres Hauses zu beobachten. Für die Nacht suchten wir wieder einen Platz im Wald und fanden auch einen ganz tollen, doch nur wenige hundert Meter davon entfernt sah ich einen Bären. Ich war mir dann nicht mehr so sicher, deshalb fuhren wir noch einige Kilometer weiter zu einem anderen ruhigen Platz.

Dank gutem Devisenkurs und billiger werdeten Dieselpreisen war das letzte Tanken in Ontario eine richtige Freude. Umgerechnet bezahlte ich nur 1.03 Franken für einen Liter Diesel! In Alberta und insbesondere in den USA sollte es noch günstiger werden!!!

Das Fotoalbum wird laufen aktualisiert!

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