Der letzte Sonntag war einmal mehr sehr speziell. In der Radiosendung „Weltweit“ auf DRS3 berichtete ich Live aus meinem Camper. Die Geburtstagsgüsse an meinen Vater wurden so auf der ganzen Welt gehört. Eine Fortsetzung meiner Berichterstattung per Radio wird folgen.

 

Die exakt 180km lange Fährfahrt nach Port aux Basques auf Neufundland verlief relativ ruhig, aber mit grosser Verspätung. Ich buchte extra eine Tagesfahrt damit ich es draussen auf dem Deck auch geniessen kann, doch beim Einchecken wurde mir gesagt dass die Fähre erst um 16.30 uhr fahren wird. Dank Internet im Hafen konnte ich die Zeit gut überbrücken. Ich habe ja schon sehr viele Fährpassagen absolviert, doch eine so lang anhaltende Beladung habe ich noch nie gesehen. Da wurden mehrere LKW-Anhänger die ohne Lastwagen verschiffen ins Schiff gefahren und angekettet. Danach durften die wenigen Autos auf das Schiff und dann folgten dutzende von Lastwagen. Die grossen Trucks waren faszinierend, doch es hätte alles auch viel schneller gehen können.

Auf der ersten Etappe bis Stephenville war die Sicht sehr schlecht und es schneite auch immer wieder. Ich überlegte mir unterwegs einige Male einen Übernachtungsplatz zu suchen, doch ich sagte mir dass ich noch genügend Wald sehen werde ;-) In Stephenville wurde ich auf einer Kreuzung angesprochen und gleich zum Nachtessen eingeladen. Der Fisch war sehr lecker und die Dusche eine Wohltat.

Ohne grosse Erwartungen brach ich zum Cape St. George auf  und wurde durch eine grossartige Landschaft überrascht. Die Steilwandklippen gefielen mir ausgezeichnet und die Auswahl an Übernachtungsplätzen war auch gross. Zu Fuss marschierte ich der Küste entlang und schlug mich durch das Buschwerk auf einen 168 Meter hohen „Berg“. Zwei Tage vergingen wie im Flug.

Für den Geburtstag von meinem Vater lies ich mir etwas spezielles einfallen. Ich grüsste ihn Live auf DRS3. In der Sendung Weltweit die jeden Sonntag von 22-24 Uhr ausgestrahlt wird berichten Ausgewanderte und Globetrotter von den verschiedensten Länder. Ich berichtete von der Kälte in Finnland und von der Autoverschiffung nach Kanada. Beim Unterbruch der Telefonleitung wurde mein Reiselied von Züriwest eingespielt, gfind's Glück eim. Es war eine tolle Radioerfahrung und ich freue mich bereits auf eine Fortsetzung.

Mit dem Wissen einen grossen Teil der überwiegend aus Wald bestehenden Strecke nach Grand Falls Windsor auf dem Trans Canada Highway in entgegengesetzter Richtung nochmals zu befahren tuckerte der Vivaro locker 369km ab. Der Motor lief einwandfrei und der Rückenwind half kräftig mit. Das eine Abblendlicht gab aber den Geist auf und wurde unterwegs ersetzt.

Nach dieser Mammutetappe konnte sich der Camper einen Tag erholen undich machte eine Schöne Wanderung zu Seen und Sümpfen.

Nach stundenlangen Recherchieren im Internet bin ich nun überzogen Quer durch das Niemandsland von Labrador zu fahren. Es erwarten mich über 1000 Kilometer Schotterstrassen ohne Radio und Handy Empfang. Ich und der Vivaro sind bereit und freuen uns sehr wenn es in knapp zwei Wochen los geht. Erst gibt es aber noch gemütliche Ostertage rund um Twillingate.

 

Das Fotoalbum wird laufen aktualisiert! 

 zurück

home

weiter