Die 75 Tage der ersten Etappe sind bereits um. Martina ist wieder in der Schweiz und der Camper ist unterwegs nach Kanada.

 

Der südliche Teil der Schwedischen Insel Öland hat uns sehr beeindruckt. Die karge Landschaft dieser recht flachen Insel mit sehr vielen alten Windmühlen erfreuten unsere Augen immer wieder. Die Rehe hüpften durch die Steppe und die Seeadler kämpften ums Futter. Spontan blieben wir drei Nächte auf diesem „Ödland“.

In der Hanobucht wollte ich das Kajak nochmals zu Wasser lassen und eine Runde Paddeln, doch Eis prägte auch so weit im Süden von Schweden noch das Landschaftsbild. Die Temperaturen waren schon sehr Frühlingshaft und der Schnee wurde auch immer seltener. Seit Beginn der Reise hatten wir dauernd Schnee, da freute uns das Grün der Wiesen.


In Malmö bezahlten wir 55 Franken Maut um über das Gigantische Bauwerk der Öresundbrücke zu fahren. Die Brücken und Tunnelverbindung nach Dänemark ist eine Bauleistung der Superlative. Der Abstecher zu den Kreidefelsen Møns Klint beeindruckte uns sehr. Die Sicht von der Klippe auf die Kreidewand und das Meer ist sehr eindrücklich. Auf einer gut ausgebauten, aber kaum enden wollenden Treppe gingen wir noch ans Meer hinunter und erschraken wie brüchig diese Kreidemasse ist.

Mit der 10. und vorerst letzten Fähre gelangten wir wieder nach Deutschland. Bei Matthias Jakob, unserem Basislager, haben wir das Auto Seetauglich gemacht. Es wurde alles ausgeräumt zum Putzen und Waschen. Es gab viel Arbeit, dafür glänzt alles wieder und ich kann in Kanada voll durchstarten. Im Service wurde dem Camper neues Motorenöl eingefüllt und ihn auf Herz und Nieren geprüft. Der Check ergab dass er auch für Kanada voll im Schuss ist. Die letzten zwei Nächte mit dem Camper verbrachten wir in Hamburg. Martina besuchte das Musical König der Löwen und Daniel war einmal mehr vom Miniaturwunderland begeistert.

Das Yatziturnier während 261 Spielen gewann Daniel mit 4.6 Punkten Vorsprung pro Spiel. Martina lud uns dafür ins Steakhaus ein, was wunderbar schmeckte. Am Mittwoch Abend verabschiedeten wir uns im HB Hamburg, denn für nur 20 Euro hatte Martina einen Nachtzug nach Zürich. Froh die erste Etappe so gut abgeschlossen zu haben, viel mir der Abschied von Martina nicht leicht. Ich bin nun wieder alleine unterwegs, Bewerbungen für eine Mitreise können jederzeit bei mir eingereicht werden!

Bevor ich der Camper in den Hafen Hamburg brachte wurde er einer gründlichen Reinigung unterzogen. In der LKW Waschanlage wurde meine Wohnhaus von drei Herren geschruppt und gewaschen. In meinen Unterlagen wurde mehrfach darauf hingewiesen dass die Kanadier sehr heikel seien mit Erde und Sand am Auto wegen der Maul und Klauenseuche. Ich hoffe dass so alles in Ordnung ist und mein Fahrzeug eingeführt werden darf.


Im riesen grossen Hafen von Hamburg suchte ich den Schuppen 48 auf. Punkt 11.30 Uhr löste ich die Nummer und war einige Minuten später bereist am Schalter. Nach dem entgegennehmen der Papiere konnte ich die Schranke passieren und zum nächsten Container fahren. Da wurde mir dann gesagt in welcher Spur ich parken und warten soll. Ein Mitarbeiter kam dann auch zu Spur 4 um ein Schadensprotokoll auszufüllen. Das ging ruck zuck und ich konnte zum Container zurück kehren. Ich erhielt ein Protokoll mit den Kratzern im Lack und konnte um 12.10 Uhr das Hafengelände verlassen. Das ging ganz ordentlich schnell, denn in den Unterlagen steht dass 2-3 Stunden einzuplanen seien. Am 30.3.11 soll das Auto in Halifax Abholbereit sein.


Mit dem Zug kehrte ich zu Matthias zurück. Bei ihm werde ich noch einige Tage bleiben, bevor es dann am 26.3 mit dem Flieger nach Halifax in Kanada geht.

 

Das Fotoalbum wird laufen aktualisiert!

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