Dank der Eiskarte der Ostsee stellten wir fest dass die Inselwelt von Åland von Eis umgeben ist. Kurzentschlossen Navigierten wir zur Fähre und verschifften unser zu Hause zu den 6'500 Inseln. Während der zwei stündigen Überfahrt kämpfte sich die Fähre durch immer wieder wechselndes Eis. In Festlandnähe von Schweden war die Eisdecke knapp 20cm dick, danach noch rund 10cm.

Während dem die vielen Passagiere im Schiffsinnern im Taxe-Free Shop Kistenweise Bier und Süssigkeiten kauften stand Daniel die ganze Zeit draussen und war vom Krachen des Eises fasziniert. Die sehr wechselhafte, aber recht flache Eisdecke glänzte in der Sonne und verzauberte alles in eine spezielle Stimmung. Der Sucher und Auslöser des Fotoapparates war im Dauereinsatz.
 
 
Da Martina keine begeisterte Fährenfahrerin ist hat sie nach einer Nacht auf der Hauptinsel von Mariehamn nach Stockholm übergesetzt um Schwedens Hauptstadt zu besichtigen. Das Flanieren durch die Stadt und das besuchen eines Bandyspiel hat ihr super gut gefallen.

Daniel blieb noch 4 weitere Nächte auf Åland um weitere Fährpassagen zu geniessen. Åland gehört zu Finnland, ist aber sehr autonom. Die Åländer besitzen eigene Autonummern, Briefmarken und sprechen Schwedisch. Da nur Aländer Land erwerben können und es sonst noch spezielle Gesetze hat ist alles Übersichtlich und nicht überbaut.
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Die Südroute über Sottunga und Kökar war das erste Ziel. Das Eis war für die kleine Fähre kein Problem, auch ausserhalb der Fahrrinne kam es planmässig voran. Das Eis wurde vom Schiff einfach zertrümmert, es blieben nur viele kleine Eisstücke übrig. Die vielen Insel sind im Sommer schon eindrücklicher, doch das Fährerfahren macht viel mehr Spass im Winter. Beim Kreuzen von anderen Schiffen meint man, dass die über das Eis gleiten. Die Insel Föglö besichtigte ich nach der halbstündigen Fährfahrt zu Fuss. Da der Übernachtungsplatz in der Nähe der Fähre war fuhr ich am späten Nachmittag nochmal hinüber um den Sonnenuntergang zu geniessen. Leider wurde da wegen aufziehenden Wolken aber nicht viel draus. Diese modernen Fähren verfügen über ein Gratis W-lan Netz, so konnte ich bei der Rückreise noch einiges erledigen.
 
 
Die Fahrt auf der Nordroute dauerte knapp 6 stunden. Noch immer fasziniert und warm angezogen war ich selten drinnen in der Wärme. Das Eis war einiges dicker als auf der Südroute, die Oberfläche auch hier sehr abwechslungsreich. Zu meiner Freude blieb das Schiff nicht immer auf den aufgebrochenen Fahrspuren, sondern brach diese weiter auf. Die Geräusche vom brechenden und kratzenden Eis sind sehr eindrücklich und unbeschreiblich. Ich fühlte mich oftmals in die Arktis versetzt, nur die Eisbären, Robben und Pinguine  (Anmerkung Admin: gibt es eh nicht in der Arktis!!!) fehlten. Zu meiner grossen Überraschung und Freude sah ich aber drei Seeadler. Dieseimposanten Vögel flogen recht spät wegen dem Schiff davon, so gab es herrliche Fotos von ihnen.
 
 
Nach 40 Minuten Fahrt begegnete uns weit draussen im Meer ein Auto das über die Iceroad fuhr. Ich hätte das mit dem Camper auch sehr gerne gemacht, doch das Risiko schätzte ich zu hoch ein. Ob mich da die Mobiliar auch geborgen hätte?
 
Auf der Überfahrt zurück nach Schweden ging die Fähre einem Frachter helfen der im Eis stecken geblieben war. Als dies der Kapitän vermeldete gesellten sich noch einige Passagiere mehr zu mir um das aus nächster Nähe mit zu erleben. Nur wenige Meter vor dem anderen Schiff fuhr unseres durch und machte so dem Frachter den Weg frei. Es klappte auf Anhieb mit dem Aufbrechen, so konnte die Fahrt für alle weiter gehen. Ohne selber stecken zu bleiben setzte der grosse Dampfer nach Schweden über. In Uppsala stieg Martina wieder bei mir ein um die letzten letzten zwei gemeinsamen Wochen in Angriff zu nehmen.

Das Fotoalbum wird laufen aktualisiert!

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