Seit einigen Tagen sind wir an der Eismeerküste von Norwegen, in Berlevåg. In diesem Fischerdörfchen hat der aus der Schweiz stammende Dieter einen Campingplatz. Auf diesem Platz haben wir es uns gemütlich gemacht und einige Tage Urlaub genossen. Während den kurzen Tagen unternahmen wir Spaziergänge und Wanderungen. Der Wind war unser ständiger Begleiter und mit ihm die Schneeverwehungen.

Das Wetter war sehr abwechslungsreich und änderte sich alle paar Minuten. Die Wellen krachten mit viel Getöse gegen das Ufer und boten ein wunderbares Schauspiel. In der Nacht fanden die Schneeflocken den Weg zu uns und schneite unser zu Hause ein. Nicht nur wir kämpften uns durchs Wetter, auch die Sonne kämpfte. Sie kämpfte aber nicht gegen Wind, Schnee und Wellen, sondern gegen den Berg. Der Kampf wird sie aber in diesen Tagen gewinnen und das Dörfchen Berlevåg wieder erleuchten. Sie wird nicht mehr lange Mühe haben, denn sie steht täglich höher am Himmel. Schon sehr bald steht die Sonne während 24 Stunden am Himmel.

 


 

Den Abend verbrachten wir jeweils im gemütlich eingerichteten Wohnzimmer und surften stundenlang im Internet. Auch der Backofen der Campingküche wurde gebraucht um Brot und Brownis zu backen. Das Brot in unserer fahrenden Küche möchte noch immer nicht so recht gelingen. Unterwegs begnügen wir uns deshalb mit Frischbackbrötchen oder Pizzen, die schmecken sehr gut.

 


 

Die Anfahrt nach Berlevåg war uns zuerst verwehrt, denn der Wind und der Schnee machten die Strasse unpassierbar. So warteten wir eben eine Stunde vor der Schranke bis der Fahrzeugkonvoi in Bewegung kam. Damit der Schneepflug nicht pausenlos hin und her rasen muss gibt es feste Zeiten zu denen er fährt, so wie ein Linienbus. Apropo Bus, auch der hat sich direkt hinter dem Schneepflug eingereiht, wie 8 weitere Autos. Bei der Kreuzung auf dem Fjell trafen die Schneepfluge und und Lienienbuse von Tana Bru, Båtsfjord und Berlevåg gleichzeitig zusammen. Die Schneepfluge wendeten und die Bus Passagiere stiegen in ihren nächsten Bus ein. Nachdem sich die Autos auf der richtigen Strasse eingegliedert hatten konnte das Konvoifahren weiter gehen. Die Sicht war teilweise keinen Meter weit, da war es wichtig genügend Abstand zum Vorfahrenden zu haben, den Anschluss an den Pflug durfte aber auch nicht abreissen. Anstatt in der Höhe zu übernachten fuhren wir dann eben direkt und sicher bis nach Berlevåg.

 


 

Die Nordlichter sind noch immer sehr zurückhaltend und kaum nennenswert. Wir haben diese Lichter erst an drei Abenden erblicken können. Sie waren immer in grosser Höhe und nur sehr schwach. Ich hoffe schwer dass wir das Nordlicht in den nächsten Tagen noch besser sehen werden.

Das Fotoalbum wird laufen aktualisiert!

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