Voller Vorfreude standen wir Heute früh auf um einen speziellen Tag zu erleben. Wir reservierten uns gestern einen Schneetöff um die Region rund um Kautokeino in Nord-Norwegen zu erkunden. Nach einer kurzen Instruktion machten wir uns alleine auf den Weg zum Fluss. Auf diesem folgten wir in Richtung Norden.

 

 

Sehr schnell hatte Martina das Manövrieren im Griff und wir wurden immer Schneller auf dieser „Schneetöffstrasse“. Wir holten alles aus der Maschine und bretterten mit bis zu 109 km/h über den vereisten und Schneebedeckten Fluss. Es schüttelte uns sehr stark durch, doch wir hatten einen höllen Spass. Die den ganzen Tag sehr tief stehende Sonne lies den Schnee golden Glänzen und versetzte uns in eine Märchenlandschaft. Daniel verpasste auf dem See wohl einen Abzweiger, so ging es auf schmalen Pfaden durch das lichte Birkenbuschwerk einen Hügel hoch. Nicht nur das Autobahnfahren (Fluss) sondern auch das Kurven durch die Tundra war sehr reizvoll. Wir blieben immer auf den ausgesteckten Spuren, hatten aber manchmal Mühe die Kurven zu kriegen. Schnell ist die Maschine, doch das lenken war harte Arbeit.

 

 

Mitten in der Tundra sahen wir wirklich sehr weit, doch von anderen Lebewesen oder Häusern war weit und breit nichts zu sehen. Den Mittagsrast verbrachten wir mitten in diesem Niergendwo und genossen dort unsere Brötchen und die Sonne. Bei halbvollem Tank wendeten wir und fuhren wieder zurück. Bei einer grossen Bodenwelle flogen wir mitsamt dem Töff durch die Luft. Der Schneetöff fuhr nach der harten Landung ganz normal weiter wie nichts gewesenwäre, Glück gehabt.
 

Die letzten Kilometer fuhren wir gemütlicher und machten auch noch Fotostopps. Die Zufahrt zum Vermieter fanden wir nicht mehr, so suchten wir eben einen eigenen Weg durch Kautokeino. Kurz vor dem Ziel landeten wir beide doch wirklich noch im Schnee. Martina, die Fahrerin, reagierte aber sehr schnell und hechtete dem davon rollenden Scooter hinterher. Ohne Schaden aber mit ganz leerem Tank gaben wir den Töff nach über 100km ungerne wieder ab. Wir würden unsere Reise am liebsten mit einem solchen Schneetöff weiter führen. 

 

 

Das Nachtlager errichteten wir in mitten einer Rentierherde mit einigen Hundert Tieren. Unsere Anwesenheit beeindruckte die Tiere nicht im geringsten. Erst als die Tiere mit einem Schneetöff und einem Hund zusammen getrieben wurden brach Hektik auf. Innert wenigen Minuten waren die Rentiere zusammen getrieben, es war ein wunderbares Schauspiel.

Das Fotoalbum wird laufen aktualisiert!

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