(Verfasst von Stefan)

Mit einer ersten kleinen Probereise wollen wir überprüfen, ob unsere Ideen und unsere Umsetzung betreffend Fahrzeugbau sich in der „Realität“ auch bewähren. Natürlich wollen wir nicht nur im Auto sitzen sondern auch einige Kajaktouren und Wanderungen unternehmen.

 

Unsere Route

31.07.2009 Muri - Brienzersee - Jaunpass

01.08.2009 Jaunpass - Lac de la Gruyère - Coll du Marchairuz

02.08.2009 Coll du Marchairuz - Lac de Joux - Grotte de l’Orbe - Val de Travers

03.08.2009 Val de Travers - Creux du Van - Villeret

04.08.2009 Villeret - Chasseral - Bielersee - Muri

 

 

31.07.2009 Muri - Brienzersee - Jaunpass

Schon früh morgens sind wir losgefahren. Entgegen unserem Vorsatz haben wir zeitweise auch die Autobahn benutzt um schneller voranzukommen. In den kommenden Tagen wollen wir aber möglichst auf kleinen Nebenstrassen die Schweiz erkunden. Der Brünig war dann auch schon bald überquert und unser erster See unserer Tour lag vor uns. Zwischen Brienz und Ebligen fanden wir einen schönen Platz um einzuwassern. Wir paddelten dem Ufer entlang nach Brienz und von da weiter bis zu den Giessbachfällen. Hier tosen grosse Wassermassen direkt in den See.

 

giessbach

 

Wieder zurück beim Vivaro sind wir der Simme entlang bis nach Reidenbach gefahren. Da sind wir auf die Jaunpassstrasse abgebogen. An einer Ausweichstelle mit Blick nach Jaun haben wir dann versucht unser „Zuhause“ gerade auszurichten. Es mag vielleicht ein bisschen komisch klingen, aber das Übernachten an einer Passstrasse hat auch sein schönes. Es ist viel ruhiger als erwartet, denn wer fährt schon nach 20:00 Uhr noch über den Jaunpass? Leider musste ich darum auch lange warten bis endlich ein Auto vorbeifuhr und ich ein Foto machen konnte.

 

pass

 


 

01.08.2009 Jaunpass - Lac de la Gruyère - Coll du Marchairuz

Die erste Nacht im Vivaro ist ohne Zwischenfälle verlaufen. Das übliche Problem mit dem Kondenswasser hat sich in Grenzen gehalten und unsere Bettkonstruktion hat sich bis auf kleine Details bewährt.

Unser nächstes Ziel war der Lac de la Gruyère. Dieser künstliche See ist sehr abwechslungsreich und zählt wohl zu den schönsten Seen der Schweiz. Viele kleine und grosse Buchten laden zum Verweilen ein. Der nördliche Teil des Sees erinnert stark an die Schwedischen Schären. Da kann ich einfach nicht anders und muss ins Wasser springen....!!!

 

Schären

 

Nachmittags fuhren wir querfeldein zum Coll du Marchairuz. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den Genfersee (zu Alinghi: haben wir leider verpasst!). Da wollten wir den ersten August feiern. Und wie machen das die Eichholzers? Natürlich mit einem Fondue über dem Benzinkocher...

 

02.08.2009 Coll du Marchairuz - Lac de Joux - Grotte de l’Orbe - Val de Travers

Vom Coll du Marchairuz ist es nicht weit bis zum Lac de Joux. In Le Pont liessen wir unsere Kajaks zu Wasser. Mit einigem Gegenwind paddelten wir entlang dem nordwestlichen Ufer. Bis auf wenige Wochenendhäuschen ist das Ufer unverbaut und wild. So konnten wir eine grosse Gruppe Reiher beobachten.

Lac de Joux

Der Lac de Joux hat einen unterirdischen Abfluss! Er fliesst durch die Grotte de l’Orbe. Diese kann gegen ein kleines Entgelt besucht werden. Und der Besuch lohnt sich!! Beinahe eine Stunde wandert man von einer Tropfsteinformation zur nächsten.

 

Grotte
Weiter ging unsere Fahrt durch den Jura. Eine wunderbare Gegend!

 

03.08.2009 Val de Travers - Creux du Van - Villeret

Schon früh morgens sind wir zu Creux du Van aufgestiegen. Der Creux du Van ist ein grosses „Loch“ im Jura, bei welchem die Berghänge kreisförmig mehrere hundert Meter in die tiefe stürzen. Der Nebel trug viel zur tollen Stimmung bei.

 

Creux du Van

 Am Wegrad entdeckten wir drei Steinbockgeissen (Bock - Geiss? Wie nennt sich das richtig?!). Ich versuchte mich möglichst gut anzuschleichen um Fotos zu schiessen. Das gelang mir auch; die Tiere flüchteten nicht. Als Daniel ganz normal dazu marschierte merkten wir, dass die Tiere gar keine Scheu zeigen und meine Mühe (und dreckigen Hosen) vergeblich waren. Tolle Fotos hat es trotzdem gegeben.

 

Geissen

 

04.08.2009 Villeret - Chasseral - Bielersee - Muri

Von Villeret geht es über 800 Höhenmeter hinauf bis zum Chasseral. Wir wählten dazu einen ganz tollen Weg, welcher die Combe Crède hinaufführte. Die Combe Crède ist eine tiefe Schlucht mit steil aufragenden Felswänden. Von unten unvorstellbar, dass da ein Bergweg hoch führen soll. Der Weg führt entlang dem Bach. An einigen steilen Stellen muss sogar eine Leiter benutzt werden.

Leiter
Die Aussicht auf dem Chasseral belohnt aber die Aufstiegsmühe!! Wenn da nicht all die Touris wären, die mit dem Auto und dem Car hochgefahren sind...

Am Nachmittag wollte ich mit dem Kajak die Petersinsel des Bielersees umrunden. Leider fanden wir aber keine geeignete Einwasserungsstelle. Erst in Lüscherez fanden wir einen Parkplatz (Die Durchfahrtshöhenbeschränkung von 2.2m war zum Glück weggeklappt). Daniel wollte lieber auf einem unsere tollen Campingstühle ein Buch lesen als zu kajaken. Darum bin ich alleine gegen den Wind losgepaddelt. Ich bin dabei bis zum Delta der Aare gefahren.

Gegen Abend, als wir keinen geeigneten Rastplatz fanden, haben wir beschlossen, die Reise zu beenden. Wir wollten so einen Tag mehr Zeit gewinnen um am Vivaro weiter zu bauen... Aber natürlich haben wir vorher noch im Wald unser Abendessen gemacht...

 

Nachtessen
 

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